Was wären wir ohne Nachwuchs.......

Jugendkarneval "Linzer Pänz"

Im Jahre 1968 veranstaltete die damals von den Linzer-Jugendverbänden evangelische und katholische Jugend gegründete "Arbeitsgemeinschaft Linzer Jugendgruppen" erstmals eine eigene Karnevalssitzung für die Jugendlichen der Stadt Linz und die umliegenden Orte. Zuständig für diese Veranstaltung, die mit Podiumsdiskussionen und Konzerten der Jugend angeboten wurden, waren damals Wolfgang (Wolli) Klein, Ewald Brockmann und Berni Reul.

Da die "Arbeitsgemeinschaft" im Jahr 1969 schon nicht mehr bestand, aktivierte sich die Katholische Jugend Linz und führte die 2. Sitzung mit Bravour durch und das Programm konnte noch gesteigert werden. Gleich um wen es sich handelte, jeder der Mitwirkenden auf der Bühne gab sein Bestes und begeisterte das junge Publikum. Präsidenten in diesen Jahren waren Josef Schmitz, Werner Kill, Jürgen Gisch und Heinz Lück, der im Jahre 1975 dreizehnjährig zum ersten Mal in die Bütt stieg. Er berichtete über seine Erlebnisse als "Hilfsschüler" mit zündenden Witzen und bestand seine Feuertaufe.

Von 1975 bis 1977 wurde die Jugendsitzung von Präsident Matthias Thür geleitet. Er wurde für langjährige Mitgliedschaft im Jugendelferrat mit dem Orden "LINZER PÄNZ ALAAF" geehrt. 

Im Jahr 1983 wurde der Jugendelferrat als selbstständiges Corps der "Großen Linzer KG" angeschlossen. Nur durch die Unterstützung der Stadt Linz, der ansässigen Geldinstitute, vieler Unternehmen und auch Privatleuten, konnte diese Institution erhalten bleiben.

Für die Linzer Corps war es in der Folgezeit eine Ehrensache. diese Jugendsitzung durch tänzerische Einlagen und Märsche zu unterstützen. Die Verantwortlichen der Corps hatten es sehr schnell verstanden, die Jugendlichen für ihre Reihen zu gewinnen. Denn ohne Nachwuchs kann der Karneval auch in Linz auf Dauer nicht bestehen. Höhepunkt einer jeden Sitzung war und ist der Besuch des jeweiligen Prinzen mit Gefolge. Im Laufe der Jahre wandelte sich der Stil der Jugendsitzung etwas, waren es in den ersten Jahren viele Büttenredner, so werden bis heute mehr tänzerische Einlagen der Kinder bzw. Jugendtanzgruppen der Linzer Corps dargeboten. An dieser Stelle soll all den vielen Betreuerinnen von heute und früher einmal gedankt werden, die mit viel Mühe die Tänze der einzelnen Gruppen einstudieren.

Der jüngste Mitwirkende, der jemals in der Jugendsitzung auftrat, war im Jahre 1992 "Et Pitterche" alias Jan Erik Burkard, der als elfjähriger den Saal mit seinem Gesangsvortrag zu tosendem Beifall hinriss.

Nach dieser Session drohte die Jugendsitzung allerdings einzuschlafen. Der bis dahin im Amt gewesene Elferrat trat aus Altersgründen komplett zurück. Ein neuer Präsident mit Elterrat musste gefunden werden.

Hans Walter Burkard, Mitglied im Elferrat, nahm sich der Sache an und fand zum 25 jährigen Bestehen im Jahr 1993, in Stefan Klein den geeigneten Kandidaten für das Amt des Präsidenten. Auch ein neuer Elferrat. erstmals mit Mädchen, war schnell gefunden. Seit dieser Zeit hat es sich der Linzer Elferrat in besondererweise zur Aufgabe gemacht, dem Jugendelferrat als Pate zur Seite Zu stehen und bei der Durchführung der Jugendsitzung zu unterstützen.

Im Jahre 2004 hat die Mitgliederversammlung einer Satzungsänderung zugestimmt und den Jugendelferrat als Bestandteil des Vereins auch formell aufgenommen.
Unterstützt wird der Jugendelferrat durch einen satzungsgemäß gewählten Jugendausschuss.

Seit Gründung des Jugendkarnevals leiteten folgende Präsidenten die Linzer Jugendsitzung:
Wolfgang Klein, Berni Reul, Mathias Thür, Josef Schmitz, Werner Kill, Jürgen Gisch, Heinz Lück, Jürgen Berg, Klaus Birrenbach, Thomas Schmitz, Stefan Klein, Bernd Fischer, Martin Hoppen, Jan Eric Burkard, Raphael Piotrowski, die Zwillinge Marvin und Phillip Maur, Jan Lück und Lukas Fiest.

Die Verantwortlichen sind stolz darauf, dass es immer wieder Jugendliche gibt, die diese Tradition aufrecht erhalten, damit das karnevalistische Linzer Brauchtum lebendig bleibt.


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